Die Beziehung untersuchen: Einwanderung und Arbeitslosenquote – Eine Korrelationsanalyse
Bevor wir die Korrelation zwischen Einwanderungsrate und Arbeitslosenquote erörtern, müssen wir diese separat betrachten. Einwanderungsrate bezeichnet die Anzahl der Einwanderer, die pro 1.000 Einwohner an einem Zielort in einem bestimmten Jahr ankommen, während die Arbeitslosenquote berechnet wird, indem die Anzahl der Arbeitslosen als Prozentsatz der Gesamtzahl der Erwerbspersonen ausgedrückt wird. Die Erwerbsbevölkerung ist die Summe der Anzahl der Erwerbstätigen und der Anzahl der Arbeitslosen.
Die Talente der Migranten, die Fähigkeiten der derzeitigen Arbeitnehmer und die Merkmale der Aufnahmewirtschaft sind entscheidende Faktoren, die bestimmen, wie sich die Einwanderung auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Wenn die Wirtschaft und die Arbeitskräftenachfrage auf den Anstieg des Arbeitskräfteangebots reagieren können, werden sie sich wahrscheinlich auch kurz- und langfristig verändern.
Die Einwanderung hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, da sie die Zahl der Arbeitskräfte in bestimmten Wirtschaftszweigen erhöht. Die Nachfrage nach Arbeitskräften dürfte ebenfalls infolge der Einwanderung steigen, da mehr Menschen zu Konsumenten werden, was die Nachfrage nach bestimmten Waren und Dienstleistungen erhöht. Mit anderen Worten, die Einwanderung kann es erschweren, in einigen Branchen einen Arbeitsplatz zu finden, aber sie kann auch neue Arbeitsmöglichkeiten eröffnen.
Zweitens erhöht die Einwanderung nicht nur das Arbeitskräfteangebot, sondern auch die Nachfrage nach Arbeitskräften, was zur Schaffung neuer Arbeitsplätze führt. Dies ist auf den „Irrtum der begrenzten Arbeitsmenge“ zurückzuführen, der besagt, dass die Anzahl der Arbeitsplätze in der Wirtschaft nicht konstant ist. Die Konsumentennachfrage nach Produkten und Dienstleistungen wird durch Migranten erhöht, und Unternehmen können die Produktion in Branchen steigern, die Migranten beschäftigen (z. B. Landwirtschaft oder Pflegesektor).
Die Forschung zeigt, dass die Einwanderung insgesamt nur geringe Auswirkungen auf die Beschäftigungs- und Arbeitslosenquote der in Großbritannien geborenen Arbeitnehmer hat: –
Zahlreiche Studien haben untersucht, ob die Einwanderung die Arbeitslosigkeit oder Untätigkeit der derzeitigen Arbeitnehmer erhöht, und die meisten von ihnen haben entweder geringe oder gar keine Auswirkungen festgestellt.
Der Migrationsbeirat (Migration Advisory Committee, 2018) kam nach der Auswertung der Ergebnisse von 12 Studien, die zwischen 2003 und 2018 durchgeführt wurden, zu drei Schlussfolgerungen. Erstens hat die Einwanderung wenig bis gar keinen Einfluss auf die durchschnittliche Beschäftigungsquote oder die Arbeitslosenquote der derzeitigen Arbeitnehmer. Zweitens, wenn eine Auswirkung beobachtet wird, konzentriert sie sich tendenziell auf bestimmte Gruppen und wirkt sich negativ auf Personen mit geringerer Bildung und positiv auf Personen mit höherer Bildung aus. Drittens kann es je nach Konjunkturzyklus, wie einige Studien festgestellt haben, aber nicht alle, negative Auswirkungen auf die Beschäftigung oder Arbeitslosigkeit insbesondere in Abschwungphasen geben.
Die Durchschnittsgehälter werden durch die Einwanderung nicht wesentlich beeinflusst, aber die Auswirkungen sind nicht fair verteilt; Geringverdiener sind eher von Verlusten betroffen als Mittel- und Hochverdiener: –
Nach der Auswertung von 12 Studien, die zwischen 2003 und 2018 durchgeführt wurden, kam der MAC (2018) zu dem Schluss, dass die Einwanderung wenig Einfluss auf die Durchschnittslöhne hatte. Einige Studien hatten einen geringen negativen Einfluss auf die Durchschnittslöhne festgestellt, während andere positive durchschnittliche Auswirkungen feststellten.
Einschränkungen und Lücken in den Nachweisen
Es ist wichtig, die methodischen Herausforderungen zu erkennen, die die Untersuchung des Einflusses der Einwanderung auf den Arbeitsmarkt mit sich bringt. Beispielsweise kann die Einwanderung Veränderungen bei den Gehältern und der Beschäftigung beeinflussen, da Migranten häufig in Regionen mit schnellem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitskräftenachfrage ziehen. Es ist aufgrund dessen schwierig, eine Kausalität nachzuweisen.
Ein weiteres Problem ist, dass Arbeitnehmer eine bestimmte Region aufgrund der internationalen Einwanderung verlassen und anderswo im Land oder im Ausland umziehen können. Wenn dies geschieht, schwinden die Auswirkungen des lokalen Arbeitsmarktes auf das gesamte Land, was eine genaue Messung durch die Analyse des lokalen Arbeitsmarktes erschwert.
Die Zuverlässigkeit der Daten über Migranten, insbesondere über bestimmte Untergruppen von Migranten, die häufig auf kleinen Stichproben der Bevölkerung basieren und daher große Messfehler verursachen können, stellt eine dritte methodische Schwierigkeit dar.
Um diesen Bedenken Rechnung zu tragen, hat die empirische Forschung eine Vielzahl von Ansätzen und ökonometrischen Instrumenten verwendet, von denen jedoch keines fehlerfrei ist und es immer Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen geben wird.
Autor: Sachetanand
