Die Macht der Sekundärforschung im Marktverständnis

Autor: UnivDatos

6. Januar 2026

In vielen Organisationen ist nicht der Datenzugriff die Einschränkung, sondern die Synthese.

Märkte generieren überall Signale: innerhalb Ihres Unternehmens (Verkaufsdaten, CRM-Notizen, Lieferantenangebote) und außerhalb (Websites von Wettbewerbern, Nachrichten, öffentliche Einreichungen, Handelsdaten, Aktualisierungen der Richtlinien, Investorenpräsentationen, Stellenausschreibungen und Ausschreibungsbekanntmachungen). Die eigentliche Lücke ist selten "Information". Es geht darum, verstreute Signale in eine klare Sicht auf den Markt zu verwandeln und diese Sicht in Entscheidungen umzusetzen, die Sie verteidigen können.

Hier glänzt die Sekundärforschung.

Was Sekundärforschung wirklich bedeutet

Sekundärforschung ist die systematische Nutzung vorhandener Informationen zur Beantwortung einer geschäftlichen Frage, ohne neue Daten durch Umfragen, Interviews oder Feldexperimente zu generieren.

Zwei Wörter sind wichtig: systematisch und vorhanden. Gute Sekundärforschung ist keine Sammlung von Links. Es ist eine Methode. Sie definieren die Entscheidung, die Sie treffen müssen, identifizieren, welche Beweise sie beantworten würden, wählen glaubwürdige Quellen aus und erstellen eine kohärente Geschichte, die durch Validierung und Gegenprüfungen gestützt wird.

Wann Sekundärforschung der schnellste Weg zur Klarheit ist

Sekundärforschung ist oft der richtige erste Schritt, wenn Teams schnell eine Richtung benötigen, insbesondere in unbekannten Märkten oder Kategorien.

Sie ist effektiv für Markteintritt und Expansion, wo Führungskräfte Klarheit darüber benötigen, welche Regionen wachsen, wo die Regulierung unterstützend oder restriktiv ist, ob die Akzeptanz real gegenüber Hype ist und welche Wege zum Markt tatsächlich funktionieren (direkt, partnergeführt, ausschreibungsgeführt, händlergeführt).

Sie ist ebenso wertvoll für Wettbewerbs- und Kategorien-Scans. Das Ziel ist nicht "eine Liste von Unternehmen". Das Ziel ist es zu verstehen, wer wie positioniert ist, was sie verkaufen, was sie behaupten, worin sie investieren (Einstellung, Partnerschaften, Produkteinführungen) und welche Signale darauf hindeuten, dass sie es wirklich priorisieren.

Sekundärforschung unterstützt auch Kategorie-Sizing und Nachfrageschätzung. Die Zuverlässigkeit hängt von der Kategorietransparenz und der Verfügbarkeit glaubwürdiger Proxys ab; in undurchsichtigen Märkten wird das Sizing am besten als eine Spanne mit klar definierten Annahmen und Sensitivitätsbändern formuliert. Das Ziel ist nicht nur "wie groß ist der Markt", sondern was ihn antreibt, was ihn einschränkt, wie sich Segmente unterschiedlich verhalten und welcher Teil realistisch bedienbar ist.

Für Investoren und Strategieteams wird sie zur Grundlage für eine Investmentthese: Wertschöpfungskettenstruktur, Margenpools, Rückenwind und die Risiken, die die Geschichte brechen könnten.

Und in der Beschaffung ist Sekundärforschung äußerst praktisch. Sie hilft beim Aufbau einer glaubwürdigen Lieferanten- und Kategorienlandschaft: wer was, wo, in welchem Umfang, mit welchen Zertifizierungen liefern kann und welche Risikosignale existieren, noch bevor der erste Anruf getätigt wird.

Woher die Daten kommen

Entscheidungsrelevante Sekundärforschung verwendet eine Mischung aus Quellen. Eine nützliche Denkweise ist die Einteilung in vier Bereiche.

  1. Unternehmens- und kommerzielle Signale: Geschäftsberichte, Ertragskommentare, Investorenpräsentationen, Produktbroschüren, Fallstudien, Partnerankündigungen, Einstellungsmuster. Diese geben Aufschluss darüber, wie Unternehmen wahrgenommen werden wollen und worauf sie hinarbeiten, sollten aber als richtungsweisend und nicht als endgültig betrachtet werden.
  2. Branchen- und Marktinformationen: Branchenverbände, Analystennotizen, Branchenzeitschriften, Konferenzmaterial, Ausschreibungsportale, Projektdatenbanken. Diese helfen Ihnen, die Marktstruktur, die Nachfragetreiber und die Wettbewerbsdynamik zu verstehen, erfordern aber dennoch eine Validierung.
  3. Regierung, Aufsichtsbehörden und öffentliche Institutionen: Politikdokumente, regulatorische Einreichungen, nationale Statistiken, Zollzusammenfassungen, öffentliche Projektpläne. Diese sind von entscheidender Bedeutung, wenn Marktzugang, Compliance, Anreize oder Zölle die Chance ermöglichen oder zunichte machen können. Offizielle Daten können in sich schnell bewegenden Märkten hinterherhinken, daher ist die Triangulation wichtig.
  4. Unabhängige Datensätze und Marktproxys: Handelsströme, Preisindizes, Rohstoff-Tracker, Standardreferenzen, IP-Datenbanken, Rechtsstreitigkeiten. Diese bieten oft starke Anker für die Triangulation, insbesondere wenn Marketingbehauptungen lauter sind als Fakten.

Eine aussagekräftige Studie hängt selten von einem einzigen Bereich ab. Sie kombiniert sie, sodass Schlussfolgerungen auch dann Bestand haben, wenn eine Quelle unvollständig oder falsch ist.

Validierung und Triangulation: der Unterschied zwischen "Information" und "Intelligenz"

Quellen sind sich uneinig. Das ist normal.

Glaubwürdige Sekundärforschung hängt davon ab, wie Sie validieren. Eine einfache Checkliste hilft sehr:

  • Sind die Definitionen aufeinander abgestimmt (Umsatz vs. Lieferungen vs. Kapazität, installierte Basis vs. Pipeline)?

  • Sind die Einheiten konsistent (MW vs. MWh, GJ vs. KJ, lokale Währung vs. USD)?

  • Ist der Umfang vergleichbar (global vs. regional vs. einzelnes Land, Kanal ein- oder ausgeschlossen)?

  • Deuten mindestens 2 bis 3 unabhängige Quellen in die gleiche Richtung?

  • Können die Zahlen mit Proxys abgeglichen werden (Importvolumina, Projektzahlen, installierte Anlagen, Kundenbasis)?

  • Sind die Annahmen klar aufgeschrieben, mit Sensitivitätsbereichen?

  • Ist das Vertrauen (hoch, mittel, niedrig) bei den wichtigsten Schlussfolgerungen gekennzeichnet?

Öffentliche und lizenzierte Quellen sollten ebenfalls verantwortungsbewusst genutzt werden, unter Berücksichtigung der geltenden Bedingungen und Einschränkungen. Ziel ist es nicht, alles Mögliche herauszuholen. Ziel ist es, eine zuverlässige, konforme Beweisgrundlage zu schaffen.

Secondary Research in Market Understanding

Vorteile und wo Sekundärforschung nicht mehr ausreicht

Sekundärforschung ist leistungsstark, weil sie schnell, kosteneffizient und breit gefächert ist. Sie hilft Teams, Strategien nicht auf Bauchgefühl aufzubauen, Stakeholder auf die gleiche Beweisgrundlage auszurichten und eine wiederverwendbare Grundlage für Vorschläge, Überwachung und Entscheidungsfindung zu schaffen.

Aber sie hat Grenzen. Sekundärforschung kann oft nicht zuverlässig tatsächliches Preis- und Rabattverhalten, Vertragsbedingungen, Margen, interne Kaufentscheidungsprozesse oder wie Käufer auf ein bestimmtes Wertversprechen reagieren, aufdecken. Öffentliche Signale können unvollständig sein, auf Erfolgsgeschichten ausgerichtet oder der Realität hinterherhinken.

Sekundärforschung reicht nicht aus, wenn Sie Zahlungsbereitschaft, Validierung der Customer Journey, Produkt-Markt-Fit-Tests für ein enges Segment oder sensible betriebliche Erkenntnisse benötigen, die nur in Gesprächen oder im Standortkontext auftauchen. In diesen Fällen sollte die Sekundärforschung schärfen, was durch Primärforschung getestet werden soll, anstatt vorzugeben, sie zu ersetzen.

Warum UnivDatos: Verwandlung von Informationen in nutzbare Erkenntnisse

Viele Teams können Informationen sammeln. Der Unterscheidungspunkt ist, ob das Ergebnis entscheidungsreif und wiederverwendbar ist.

Bei UnivDatos verfolgen wir einen ergebnisorientierten Ansatz:

  • Wir beginnen mit der Entscheidung, die Sie treffen wollen.

  • Wir erstellen nachvollziehbare Modelle und strukturierte Datensätze, nicht nur beschreibende Folien.

  • Wir triangulieren über mehrere Quellenbereiche hinweg.

  • Wir verpacken die Ergebnisse so, dass Ihr Team sie wiederverwenden und aktualisieren kann.

Egal, ob Sie einen Markt verstehen, eine Kategorie dimensionieren, Wettbewerber analysieren, ein Lieferantenuniversum aufbauen oder eine Investmentthese entwickeln müssen, unsere Sekundärforschungsdienste sind die perfekte Lösung, um Ihre Dynamik zu beschleunigen.

Erzählen Sie uns, was Sie erforschen, und wir erstellen einen Forschungsplan, der Ihren Bedürfnissen entspricht.

Nehmen Sie noch heute Kontakt mit uns auf, um zu erfahren, wie Sie Ihre Daten in Entscheidungen und Ihre Entscheidungen in Erfolg verwandeln können!

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